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Wer Leistungssport betreiben will, braucht viel Ehrgeiz: Hier kämpfen Guy Demel und Kevin Kuranyi um den Ball (Foto: Public Address)
Wer Leistungssport betreiben will, braucht viel Ehrgeiz: Hier kämpfen Guy Demel und Kevin Kuranyi um den Ball
(Foto: Public Address)

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published: 14.04.2010
Leistungssport
Höher, schneller, weiter

Risiken und Nebenwirkungen
Im Leistungssport ist es besonders wichtig, dass das Training von einem gut ausgebildeten Trainer überwacht und kontrolliert wird. Spitzensportler stehen meist unter einem besonders hohen psychischen Druck, gerade vor großen Wettkämpfen wie einer Olympia oder WM. Daher werden sie zusätzlich durch einen Sportpsychologen betreut.

Achtung vor Fehlbelastungen! Wer nicht korrekt trainiert, wird Schäden an seinem Körper zurückbehalten. Diese machen sich eventuell erst nach Jahren bemerkbar. Die Gelenke werden häufig durch falsche Schuhe, falsche Technik, unzureichende Trainingsgeräte oder falschen Bodenbelag überbelastet.

Durch ein gezieltes Krafttraining können Schwächen in der Muskulatur ausgeglichen werden. Experten empfehlen immer einen Ausgleichssport und Regenerationsphasen nach dem Wettkampf bzw. nach dem Training. So gönnt man Wirbelsäule, Gelenken und Muskeln eine Ruhepause.

Problem: Essstörungen im Sport
Viele Sportler müssen auf ihr Gewicht achten. Beim Turnen, Ballett, Eiskunstlaufen oder der Rhythmischen Sportgymnastik sieht ein schlanker Körper auf der Fläche graziler aus. Ein niedriges Körpergewicht ist zudem oft günstiger für den Bewegungsablauf. Auch dünne Skispringer haben Vorteile im Wettkampf. Bei Ausdauersportarten hat man mit einem geringen Gewicht weniger zu "schleppen". Natürlich gibt es auch Gewichtsklassen, zum Beispiel beim Boxen, die eingehalten werden müssen.

Überall hier ist das Risiko besonders groß, an einer Essstörung zu erkranken. Die ehemalige Deutsche Meisterin im Eiskunstlauf Eva-Maria Fitze ist nur ein Beispiel. Der Körper wird durch die falsche Ernährung zusätzlich geschädigt, auch für die Psyche ist der Druck doppelt so hoch. Das hält kein Sportler lange durch: Depressionen, schlechtere Leistungen und Lustlosigkeit können die Folge sein.

Das solltest du bedenken:
* Wer Leistungssport betreibst, dem bleibt häufig nur wenig Freizeit, um sich mit Freunden zu treffen oder mit anderen Hobbys zu beschäftigen.
* Leistungssport zu betreiben kann auch teuer werden. Kleidung, Geräte, Vereinskosten und Fahrtkosten gehen ganz schön ins Geld.
* Schule geht vor! Wenn du morgens häufig müde bist, deine Hausaufgaben nicht schaffst oder mit dem Unterricht aussetzen musst, solltest du mit deinen Eltern besprechen, was im Leben wichtiger ist...
* Die Spitzenbelastungen können zu Gelenkverschleiß führen. Leistungssportler erkranken daher häufiger an Arthrose als Breitensportler.
* Bist du oft verletzt, dann kann ein falsches Training schuld sein. Vielleicht bist du aber auch körperlich nicht geeignet für die hohen Belastungen.

Denk dran: Kein Titel ist es wert, für ihn die Gesundheit aufs Spiel zu setzten!

[PA]
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